31. August 2015

Bear on Demand in Yellowstone

Alle, die schon einmal Yellowstone besucht haben, kennen die "Comment Cards", die in Restaurants und Hotels ausliegen, und auf denen die Touristen ihre Kommentare und Wünsche abgeben können, damit der Park seinen Service verbessern kann.
Nun, dieser Kommentar eines Gastes klingt nicht wie ein Scherz. Der Tourist beschwert sich, dass er bei all dem Geld, das er für seinen Urlaub bezahlt hat, noch nicht einmal einen Bären zu sehen bekommen hat. Weiter steht dort: "Bitte trainieren Sie Ihre Bären, damit sie dort auftauchen, wo die Gäste sie sehen können."
Vielleicht fällt dem Park Service ja noch etwas ein zum Thema "So unterhalten unsere Tiere die Touristen." Vorschlag: Wölfe, die Bälle auf der Nase jonglieren, Bisons, die Tango tanzen etc.
Wer hat noch mehr kreative Ideen?


28. August 2015

Schnöselgrüße aus dem Lamar Valley

Ein schönes Wochenende wünschen aus Yellowstone die Schnösel ...

... Lamar-Wölfe,

... Mountain Goats an den Lower Barronettes,

... Osprey Chicks am Lamar Canyon.
(Alle Fotos © Doug McLaughlin)
 

17. August 2015

Empörung in Yellowstone – weitere Einzelheiten zur Tötung der Grizzlybärin und zum Verbleib der Jungen

Immer weitere Einzelheiten zum Tod des Wanderers und der Bärin kommen ans Licht.Der Wanderer war – entgegen der allgemeinen Empfehlungen des Parks – allein im Bärengebiet und abseits der normalen Wanderwege unterwegs. Er trug kein Bärenspray. Wie Yellowstone Superintendent Dan Wenk jetzt NBC gegenüber aussagte, habe sich herausgestellt, dass der Angriff der Bärin kein Predatorenangriff gewesen sei, sondern ein Angriff zur Verteidigung ihrer Jungen.
Die Bärin mit Namen „Blaze“ war eine 20 Jahre alte Grizzybärin, die bisher noch niemals aufgefallen war. Sie war die Matriarchin des Parks und ebenso berühmt wie Scarface. Sie hat zahlreiche Babys zur Welt gebracht und aufgezogen.
Nachdem bekannt wurde, dass die Bärin getötet worden war, haben Bärenfreunde alles versucht, um zu verhindern, dass ihre Jungen in einen Zoo gebracht werden. Es sollte ein Ort gefunden werden, von dem aus sie später wieder in die Freiheit entlassen werden konnte. Der Northern Lights Wildlife Shelter in BC, Kanada, ist auf solche Fälle spezialisiert und hat bereits 18 Grizzlybärenjungen aufgenommen und später wieder freigelassen. Northern Lights erklärte sich bereit, die Kleinen aufzunehmen.
Stattdessen hat der Superintendent nun die Bärenjungen in den Toledo-Zoo (Ohio) gebracht, wo sie den Rest ihres Lebens verbringen sollen.
Blaze war eine Legende, viele haben beobachtet, wie liebevoll und geduldig sie stets mit ihren Jungen umging. Den kleinen jetzt die Freiheit zu nehmen, ist für sie schlimmer als der Tod.
Es ist schwierig, über das Leben von Bären zu sprechen, wenn Menschen das ihre verloren haben. Dennoch kann man den Tod eines Menschen betrauern und gleichzeitig das Leben eines Bären schätzen, der nicht für die Fehler von uns Menschen bezahlen sollte.
Wie geht es weiter? Viele Touristen haben ihren Aufenthalt in Yellowstone storniert, aus Empörung über das Verhalten der Parkleitung.
Naturschützer verlangen außerdem, dass es im Park zur Pflicht gemacht wird, im Backcountry Bärenspray mit sich zu führen. (Zusammengefasste Übersetzung © E.H. Radinger, Quelle)

Bitte helfen Sie, den Grizzlyjungen ein Leben im Zoo zu ersparen und unterschreiben Sie diese Petition: http://www.thepetitionsite.com/de-de/597/307/109/

Warmung! Wenn Sie die Petition (jede Petition von CARE) unterschreiben, werden Sie penetrant mit e-Mails zubunkert und aufgefordert, auch andere Petitionen zu unterschreiben. Das ist sehr ärgerlich und lästig. Trotz "unsubscribe" kommt weiter Mail. Schade. Denn mit einem solchen Verhalten kann man keine Petitionen mehr empfehlen. Traurig für die Tiere. Tierschutz kann so auch nach hinten losgehen.


Grizzly auf einem Bisonkadaver im Slough-Gebiet (Foto © Doug McLaughlin)

14. August 2015

Grizzlybärin eingeschläfert

Bestätigt: Grizzlybärin hat Wanderer getötet

Die Autopsie von Lance Crosby hat nun bestätigt, dass der Mann durch den Bärenangriff getötet wurde. Die Ergebnisse der DNA-Untersuchung von Haaren, die neben der Leiche gefunden wurden, haben ebenfalls bestätigt, dass die in einer Falle gefangene Bärin den Mann angegriffen, getötet und teilweise gefressen hat.
Die Bärin hatte zwei Junge bei sich und wurde jetzt eingeschläfert. Der Park bekräftigt, dass es sich dabei um eine Ausnahme handelt. Wenn Bärinnen angreifen, weil sie ihre Jungen verteidigen, wird normalerweise nichts unternommen. In diesem Fall jedoch hatte das Tier bereits an dem Menschen gefressen und Teile auch begraben, um später erneut weiter zu fressen. Daher wird von einer erheblichen zuknüftigen Gefahr durch die Bärin ausgegangen.
Die beiden Jungen werden in einem Zoo untergebracht, der den hohen Standards der AZA (Association of Zoos and Aquariums) entspricht. Welcher Zoo das sein wird, soll im Laufe der Woche noch bekanntgegeben werden.

Das gesperrte Gebiet, einschließlich der Hiking Trails Elephant Back Loop Trail und Natural Bridge Trail wird heute wieder freigegeben. (NPY)

Das alles ist eine Tragödie - für alle Beteiligten.

12. August 2015

Lamar Valley Wanderung

Angesichts der vorherigen Posts auf diesem Blog möchte ich darauf hinweisen, dass es sicher eine gute Idee ist, wenn man im Backcountry wandert, immer mal einen Blick zurück zu werfen ...

Foto © Doug McLaughlin

11. August 2015

Grizzly-Angriff, Update 1: Identität des Opfers bekanntgegeben

Lance Crosby, ein 63 Jahre alter Mann aus Billings, Montana, ist als das Opfer des Bärenangriffs identifiziert worden. Die Untersuchung des Vorfalls dauert noch an.
In einer von Wildbiologen aufgestellten Bärenfallen (s.u.) wurde eine erwachsene Grizzlybärin gefangen. Anhand von Kotproben, dem Vermessen der Pfoten und DNA-Hinweisen will man herausfinden, ob es sich bei diesem Bären um das Tier handelt, das Crosby angegriffen und teilweise gefressen hat. Falls sich das als positiv herausstellt, wird der Bär eingeschläfert. (NPS)

Foto © Elli Radinger

Hier könnt ihr eine Petition gegen das Töten der Bärin unterschreiben. 

 

10. August 2015

Grizzly Angriff - Update

Erste Untersuchungen zum Tod eines Wanderer im YNP haben ergeben, dass der Mann von einem Grizzly angegriffen worden ist. Während die genaue Todesursache noch nicht feststeht, hat man Verteidigungswunden an den Unterarmen des Opfers gefunden. Das Opfer wurde am Freitag (7.8.) fünf Meilen vom Elephant Back Loop Trail entfernt in der Nähe vom Lake Village gefunden. Es war teilweise aufgefressen und zugegraben. Nach den Spuren, die gefunden wurden, gehen die Parkbehörden davon aus, dass eine Bärin und mindestens ein Jungtier vor Ort waren.
Der Name des Opfers wird nicht bekannt geben. Der Mann aus Montana arbeitete seit vielen Jahren für Medcor, die Firma, die drei Notfallkliniken im Park betreibt. Er hat seit fünf Jahren in Yellowstone gelebt und gearbeitet und war ein erfahrener Hiker. Als er am Freitag nicht zur Arbeit kam, wurde er als vermisst gemeldet. Ein Park Ranger hat ihn in der Nähe des Wanderweges gefunden, den er gerne gewandert ist. Biologen untersuchen das Gebiet nach DNA-Spuren von Bären. Am Montag, dem 10. August findet eine Autopsie statt.
Wildbiologen haben Bärenfallen aufgestellt. Wenn die Bären gefangen und als Angreifer identifiziert werden, sollen sie getötet werden.
„Wir werden vielleicht niemals die genauen Umstände herausfinden, unter denen er gestorben ist, aber wir werden die Sicherheit der Besucher nicht riskieren“, sagte Superintendent Dan Wenk.
Der Elephant Back Loop Trail wurde sofort für Wanderer gesperrt. Alle Backcountry-Hiker in Yellowstone sind angewiesen, auf den Wanderwegen zu bleiben, in Gruppen von drei oder mehr Leuten zu wandern, Bärenspray mit sich zu führen und Lärm zu machen, um eine überraschende Begegnung zu vermeiden. (YNP, 8.8.)
Weitere Updates folgen

Pers. Anmerkung: Die Gegend um den Yellowstone-Lake ist bekannt für Grizzly-Aktivitäten. Darum dürfen auf dem Campground dort auch keine Camper mit Zelten übernachten, sondern ausschließlich Camper und Wohnmobile mit festen Aufbauten.
Der Mann lebt und arbeitet seit fünf Jahren im Park. Er hatte genug Erfahrung als Hiker und wird mit Sicherheit alles richtig gemacht haben - außer, dass er allein unterwegs war. Manchmal wird man leichtsinnig, weil "noch nie etwas passiert" ist. Wenn die Bärin mindestens ein Junges dabei gehabt hat, ist es wahrscheinlich, dass der Mann sie überrascht hat.
Zu meiner Backcountry-Ausrüstung gehört auf jeden Fall ein Bärenspray dazu.