31. Januar 2015

29. Januar 2015

21. Januar 2015

Yellowstone: Mutter Natur frisst ihre Kinder


Aus Schäden lernen: Eine Ausstellung im American Museum of Natural History

Wer schon jemals im Yellowstone National Park war, weiß, wie schön es dort ist. Lauschige Wälder, flüsternde Bäche, dazwischen ein Wasserfall, friedlich grasende Bisonrinder und in der Mitte: ein Geysir.

Mehr ...

20. Januar 2015

Kanada: Jagd auf Wölfe, um Karibus zu retten

In diesem Winter sollen in British Columbia, direkt nördlich von Idaho, bis zu 24 Wölfe von Hubschraubern aus erschossen werden, um die 18 restlichen South Selkirk Mountain Karibus vor der Ausrottung zu retten.
Dies hat das Ministry of Forests, Lands and Natural Resources jetzt offiziell angekündigt.
Beide, Beutegreifer und Beute, halten sich entlang der Grenze nach Kanada im nördlichen Idaho auf. Diese Karibu-Art steht auf der Liste der vom Aussterben bedrohten Tierarten in den USA u nd in Kanada.
Die Selkrit-Herde ist von 46 Tieren in 2009 auf 27 in 2012 zurückgegangen, und auf 18 Tiere vor zehn Monaten. Lt. Auffassung der Behörden sind Wölfe die Haupttodesursache.
Obwohl man in Kanada mehrfach Karibus ausgesetzt hat, um die Herde zu stärken, leiden die Tiere hauptsätzlich unter dem Verlust ihres Habitats. Auch Berglöwen haben in dem Gebiet Karibus getötet.
Die Jagd auf Wölfe mit Gewehren und Fallen in B.C. habe deren Population nicht effektiv reduziert. Sie habe vielmehr sogar dazu geführt, dass sich die Rudel aufteilen und die Predation von Karibus sich sogar verstärkt, wunderten sich die Behörden. (Oudoors, 16.1.15)

Anm. d. Red.: Dass man mit der Jagd auf Beutegreifer alte, gewachsene Rudelstrukturen zerstört und damit sogar das Gegenteil erreicht, ist eine alt bekannte Tatsache. Darum sollte man froh sein, über jedes Wolfsrudel auf seinem Land, das keinen Ärger macht, und sie in Ruhe lassen.

19. Januar 2015

Wölfe und Bisons

Hier sehen wir, wie die Junction-Wölfe eine Gruppe Bisons testen. Obwohl es so viele Wölfe sind, haben sie keine Chance gegen die kräftigen Gegner, die zusammen eine Trutzburg bilden.
(Alle Fotos © Doug McLaughlin)









16. Januar 2015

Protest gegen das Töten der Bisons in Yellowstone. Klage gegen den National Park Service

Ich weiß, dass viele von euch die schrecklichen Nachrichten und Bilder aus Yellowstone nicht mehr lesen und anschauen mögen. Ich solle doch einmal etwas Positives berichten, schrieb mir kürzlich ein Leser. Nichts würde ich lieber tun. Aber leider ist das, was ihr hier seht,die Realität. Nicht hinzuschauen und zu hoffen, die Welt sei in Ordnung, ändert nichts an der Situation der Tiere.
Während Jäger die aus dem Park herauswandernden Bisons erschießen, werden die anderen Tiere eingefangen und zum Schlachten verschickt. Solche "Management-Aktionen" werden von der mächtigen Nutztierindustrie Montanas veranlasst.

Hier sieht man, was in der Stephens Creek Bison-Falle geschieht, die im Norden von Yellowstone (bei Gardiner) versteckt liegt. Angst und Tortur für die Tiere, nur weil die Rinderzüchter sich weigern, ihr Land mit den Bisons zu teilen. (Alle Fotos © National Park Service)



Die Leitung des Yellowstone Parks hält wie immer alle Informationen unter Verschluss. So weiß man nicht, wie viele Bisons bisher gefangen worden sind. Die Buffalo Field Campaign, die in Gardiner die Aktionen beobachtet, hat bisher 145 Bisons in den Gehegen gezählt.
Die Behörden planen 800 bis 900 Bisons, die aus dem Park herauswandern, zu "entfernen". Wir alle wissen, was dieses nette Wort bedeutet.

Bitte protestiert bei Yellowstone Superintendent Dan Wenk und bittet ihn, die Bisons in den Gehegen freizulassen und weitere Einfangaktionen zu verbieten.

dan_wenk@nps.gov
yell_superintendent@nps.gov

Außerdem könnt ihr hier eine Online Petition gegen das Töten der Bisons unterschreiben.


Klage gegen den National Park Service

Die Organisationen Buffalo Field Campaign (BFC) und Friends of Animals (FoA) Wildlife Law Program haben am 15. Januar als Reaktion auf den Beginn der Einfangaktion Klage gegen den National Park Service (NPS) und den U.S. Forest Service (USFS) eingereicht sowie gegen andere Behörden, die mit der Aktion in Verbindung stehen.

„Was hier geschieht ist tragisch“, sagte BFC-Sprecherin STephany Seay. „Dies ist die einzige genetisch reine und damit wichtigste Bisonpopulation der Welt. Statt sie zu schützen, wird alles getan, um sie zu vernichten.“

Jedes Jahr im Winter und Frühling, wenn Schnee und Eis die Nahrung der Bisons bedecken, treibt sie der Hunger in niedrigere Weidegründe, wo sie über die Parkgrenzen hinaus nach Montana ziehen. Wenn sie diese unsichtbare Linie überqueren, treffen sie auf gewaltbereite Rancher. Im letzten Winter wurden 653 Bisons getötet, und mit der Tötung von 1.631 Tieren im Winter 2007/2008 standen die Bisons wieder kurz vor der Ausrottung.

Die Nutztier-Industrie möchte dies gerne vor der Öffentlichkeit verheimlichen. Auch Yellowstone Parkdirektor Dan Wenk versucht nun schon im zweiten Jahr, die Einfang-Aktionen geheim zu halten.
„Offensichtlich wollen sie nicht, dass die Öffentlichkeit sieht, was hier geschieht. Sie wissen, dass es falsch ist, was sie tun und dass die Menschen aufschreien würden, wenn sie den Horror sehen könnten, der in der Stephens Creek Falle geschieht.“

Bitte helfen Sie den Bisons und protestieren Sie.





12. Januar 2015

Happy Birthday Yellowstone-Wölfe

Am 12. Januar 1995 fuhr ein Pferdetransporter mit acht Wölfen aus Fort St. John, British Columbia, durch die Roosevelt Arch in den Yellowstone-Nationalpark. Damit begann ein auf der Welt einmaliges Experiment: die Wiederansiedlung einer einst ausgestorbenen Tierart.

Lesen Sie einen Auszug über diesen Augenblick aus dem Kapitel "Die Wölfe kommen" in meinem Buch "Die Wölfe von Yellowstone".

Zur Feier des Tages fand an der Roosevelt Arch eine kleine Zeremonie statt, an der viele teilnahmen, die so hart gekämpft hatten, um die Wölfe zurückzubringen. Ein Sprecher sagte:
"Die Wölfe von Yellowstone haben Glück, dass sie geschützt sind. Außerhalb des Parks ist das Leben nicht so gut. Es gibt Wölfe, die durch Idaho nach Washington, Oregon und Kalifornien wandern. Sie alle entstammen der Wolfspopulation aus Yellowstone. Sie brauchen Ihre Unterstützung."
Der Häuptling der Blackfoot-Indianer sprach ebenfalls und sang ein Gebet für die Wölfe. Er sagte: "Als die weißen Siedler kamen, brachten sie etwas zu den Wölfen mit, das sie vorher noch nicht kannten - Angst."

Ich bin unendlich dankbar, dass ich die Wölfe von Anfang an begleiten und viele Stunden und Jahre beobachten konnte, und dass sie mir erlaubten, an ihrem Leben, der Paarung, der Jagd und der Aufzucht ihrer Jungen teilzunehmen.
Über 200 deutschen, österreichischen und schweizerischen Wolfsfans habe ich die großen Kaniden auf meinen Wolfsreisen und als Guide zeigen können. Viele hatten Tränen in den Augen, als sie ihren ersten Wolf sahen oder dem Gesang eines Wolfsrudels im Lamar Valley lauschten. Danke, dass ich das mit euch erleben durfte und noch weiterhin darf.

Ich habe viele Tränen bei den Wölfen vergossen. Tränen der Trauer, wenn sie starben. Tränen der Wut und Verzweiflung, wenn die Jäger sie aus dem Park lockten und töteten. Aber mehr als alles habe ich Tränen der Freude vergossen, wenn ich ihr Zeuge ihres Familienlebens wurde und sah, wie liebevoll sie miteinander umgingen, mich an ihrem Spiel erfreute und über die Albernheiten der Schnösel lachte. Es gibt Wölfe, die ich nie vergessen werde: Nummer Neun, die "Urmutter". In Little America bin ich in ihre Höhle gekrochen (als sie sie längst verlassen hatte), wo sie die ersten Wolfswelpen von Yellowstones zur Welt gebracht hat. Casanova - der Charmeur und Frauenheld. Der Druid-Leitwolfe Nr. 21, der eine solche Präsenz ausstrahlte, dass schon sein bloßes Anstarren seine Feinde in die Flucht trieb. Meine Nummer 06 - mutig, selbstbewusst und immer für ihre Familie da. Ich könnte noch unzählige Wölfe aufzählen. Sie alle waren etwas Besonderes und haben diesen Park zu einem besonderen Ort gemacht.
Sie alle sind ein Teil von mir und werden es immer sein.

Als Geschenk zum Jubiläum und für alle Fans der Yellowstone-Wölfe habe ich den Preis für  mein Buch "Die Wölfe von Yellowstone" von 12,80 € auf 9,99 € gesenkt. Das E-Book kostet nun 4,99 €.


Die Wölfe des Lamar Valley heute und ein Foto der kleinen "Geburtstagsfeier" an der Rousevelt Arch. (Alle Fotos © Doug McLaughlin)