23. Mai 2013

Wölfe in Slough und Lamar

Nach all den Horrormeldungen tut es gut, ein paar Fotos von den Wölfen zu sehen. Doug McLaughlin hat die Fotos gemacht. Thank you, Doug!

Lamar-Wölfin Middle Gray


Lamar-Wölfin Black Female


An einem Kadaver im Slough-Gebiet frisst Scarface, beobachtet von einem Junction-Wolf.



Das Leid der Bisons geht weiter

Die Bisons werden gnadenlos in den Park zurückgetrieben, die Kälber auch durch reißende Flüsse.
Die Regierungsbeamten schießen Farbkugeln auf die Tiere, zum einen zur Entwürdigung, und zum anderen, um besonders "auffällige" Bisons zu markieren.
Das alles ist grausam, sinnlos und eine Schande für die Regierung.


Info: Buffalo Field Campaign

17. Mai 2013

Bisonmütter und Kälber von der Regierung gejagt

Es ist wieder soweit. Seit 15. Mai versucht die Regierung, alle Bisons außerhalb vom Yellowstone Park vom geleasten Land einiger weniger, aber mächtiger Rancher zurück in den Park zu treiben - mit Hubschraubern. Und genau in dieser Zeit sind die Bisons am verletztlichsten, weil jetzt die Kälber zur Welt kommen und durch dem Horror, der über sie hineinbricht, in Panik geraten. Mütter werden von ihren Kindern getrennt oder greifen die Regierungsbeamten an, die ihre Kälber bedrohen. Trächtige Bisonkühe bekommen Fehlgeburten, Kälber brechen vor Erschöpfung zusammen. All diese Aktivitäten - die der Steuerzahler bezahlen muss - für eine Handvoll Rinder.



Die Buffalo Field Campaig ist mit ihren freiwilligen Helfern dabei, um alles zu filmen und fotografieren. Nur ihrem Einsatz und ihrer Präsenz ist es zu verdanken, dass die Regierung nicht noch härter gegen die Tiere vorgeht. Ihre Mitarbeiter sind wahre Bison-Engel. Unterstützen Sie die Arbeit der gemeinnützigen Organisation.
Weitere Informationen hier ...

13. Mai 2013

Zurück zum Anfang: Rose Creek Gehege

Ich beende den Yellowstone-Aufenthalt mit einer Wanderung zurück zum Anfang.
Wir laufen zum Rose Creek Gehege hoch über dem Lamar Valley. Auf dem Rückweg müssen wir mehrere Umwege laufen, weil Bisons auf dem Wanderweg waren. Nach über drei Stunden bei +24° C und einer Höhe von 2.700 Metern waren alle geschafft aber glücklich.
Hier ein Foto im Rose Creek Gehege:


Außerdem sehen wir wieder Bären und den Fischadler, der große Büschel Gras(!) ins Netz transportiert, um es für die Liebeste auszupolsten. 
Leider war es heute wieder ein wolfloser Tag. Wie sehr die Wolfsjagd die Strukturen der Rudel verändert hat und welche Auswirkungen das hat - auch auf die Wolfsbeobachtungsreisen beschreibe ich im Buch "Yellowstone Live: Mai 2013", das in Kürze als E-Book erscheinen wird.

Ein großes Dankeschön an meine Mädels, die nicht  nur jeden, der wenigen Wölfe, die sie gesehen  haben, sondern jedes einzelne große und kleine Tier in Yellowstone als Geschenk angesehen haben: "Schnösel" Andrea M., Andrea S., Christl und Ulla.

Gefahrene Kilometer insgesamt: 2.015



11. Mai 2013

Bärentag

Heute ist definitiv Bärentag. Wir sehen 13 Grizzlys und Schwarzbären. Andrea M. ist in ihrem Element. Sie überlegt sich gerade, ob sie nicht Bärenforscherin werden soll ...
War hier mal jemand zur "Wolfsbeobachtung" angereist? Leider machen sich die Wölfe extrem rar. Dies ist das schlechteste Wolfsjahr, seit ich die Kaniden seit 1995 beobachte. Gut für den, der sich im wunderbaren Yellowstone-Park noch an den anderen Tieren und der Landschaft erfreuen kann. Meine "Mädels" sind solche begnadeten Menschen, die mit offenem Herzen und ohne "Wolfstunnelblick" durch den Tag gehen. Dafür ein besonderes Dankeschön!

Schwarzbärin mit Nachwuchs beim Petrifierd Tree (Foto © Elli Radinger)

 
Schwarzbärin mit Jungen am Floating Island Lake. Die Leute wundern sich oft und glauben, es sei ein Grizzly, weil das eine Kleine braun ist. Aber es kommt bei Schwarzbären vor, dass sie zwei verschiedenfarbige Junge in einem Wurf  haben. Irgendwann war der Papa einmal ein hellerer Schwarzbär und jetzt vererbt sich diese Farbe bei einem Nachkömmling weiter. (Foto © Elli Radinger)

Schwarzbär an Tower Junction (Foto © Elli Radinger)

Wir konnten heute insgesamt 13 Bären beobachten (Grizzlys und Schwarzbären, inkl. 7 Jungbären). 
Ich muss an dieser Stelle wieder mal meine Kamera loben. Ich bereue nur, dass ich sie nicht schon viel früher entdeckt habe. (Danke Rolf!)
Und ein Dank auch an das grandiose Spektiv von ZEISS. Denn besonders in diesem Jahr wären wir ohne es verloren. Wir können die wenigen Wölfe, die wir sehen, fast nur aus großer Entfernung beobachten. 

Hier zur Abwechslung mal ein Elch, der sehr nah war:

Elch am Petrified Tree (Foto © Elli Radinger)