31. Oktober 2014

Wolf am Grand Canyon (Arizona)

Durchkreuzt ein Wolf Obamas Pläne, diese Tierart nicht länger zu schützen?
 
Ein Wolf wurde kürzlich am North Rim vom Grand Canyon in Arizona gesehen. Das wäre die erste Wolfssichtung seit der letzte dort um 1940 getötet worden ist.
Der U.S. Fish and Wildlife Service ist auf dem Weg, um das Tier einzufangen, um seine Herkunft zu bestätigen. In einem Statement berichtete die Behörde, dass ein besendertes „wolfsähnliches“ Tier wiederholt gemeldet und fotografiert worden ist. Man versuche nun, herauszufinden, ob sich um einen Wolf oder Wolfsmischling handelt. Das Radiohalsband sei den Halsbändern ähnlich, die im Norther Rocky Mountain Wolfsprojekt verwendet werden. Mit Hilfe von Kotproben sollen DNA-Analysen erfolgen.
Jeder Wolf, der sich im Grand Canyon Gebiet aufhält, steht unter strengem Artenschutz. Sollte es sich tatsächlich um ein Tier aus den Northern Rockies handelt, wäre es mehrere hundert Meilen südlich gewandert. Nach Aussagen von Experten, die Fotos sahen, ist der Wolf größer, als ein Mexikanischer Wolf. Diese Population lebt im Süden von Arizona und New Mexiko.
Die Sichtung kommt im richtigen Augenblick. Obama plant gerade, den gesetzlichen Schutz der Wölfe in den gesamten USA zu streichen (mit Ausnahme des Mex. Wolfes). Die Sichtung könnte ein Zeichen sein, dass die Streichung der Wölfe von der Artenschutzliste zu früh ist. Die Wölfe sind immer noch dabei, ihre alten Territorien zu besetzen. (Zusammengefasste Übersetzung)

10. Oktober 2014

Wolf und Bär

Zum Wochenende zwei herrliche Bilder, aufgenommen an den Blacktail Ponds in Yellowstone.
(Foto Copyright: Don McLaughlin)



25. September 2014

Sieg für Wyomings Wölfe - Wolfsjagd in Montana geht weiter.

Oberster Richter setzt im ganzen Staat den Artenschutz wieder ein

Nachdem ein ein Oberster Richter das Delisten durch den U.S. Fish and Wildlife Service (FWS) 2012 als ungültig erklärt hatte, wurden jetzt alle Wölfe von Wyoming wieder unter Artenschutz gestellt. Die Entscheidung stoppt das extrem feindliche und brutale „Management“ der Wölfe, auch in Schutzgebieten und an der Grenze zum Yellowstone-Nationalpark.
„Das Gericht hat angeordnet, dass das Töten von Wölfen sofort aufhören muss“, sagte der Anwalt von Earthjustice Tim Preso. „Wenn WY seinen Wolfsmanagementplan wieder aufnehmen will, muss der Staat einen Schutzplan aufstellen, der eine überlebensfähige Wolfspopulation sicherstellt.“
Earthjustice hat die Umweltschutzorganisationen Defenders of Wildlife, Natural Resources Defense Council, den Sierra Club und das Center for Biological Diversity in der Klage gegen den FWS vertreten.
„Heute hat das Gericht bestätigt, dass das Delisten von Wölfen in Wyoming durch die Obama-Regierung vorzeitig und ungesetzlich war“, sagte der Präsident von Defenders of Wildlife.
Das Delisten 2012 hatte das Management der Wölfe wieder den einzelnen Bundesstaaten übertragen. Wyoming erlaubte daraufhin das Töten von Wölfen ohne Limit auf 80 Prozent seiner Fläche. Seitdem wurden 219 Wölfe getötet. Dieser Bundesstaat (unter der Regierung der Republikaner mit einer riesigen Ranch- und Jagdlobby) ist bekannt für seine Wolfshasser.

Der FWS versucht momentan zu erreichen, dass die Wölfe überall in den USA von der Artenschutzliste gestrichen werden sollen.

Das Drama ist also noch lange nicht vorbei. Dennoch gibt es jetzt erst einmal Ruhe für die Wölfe in Wyoming. Die Beutegreifer, die aus dem Yellowstone-Park herauswandern, sind – vorerst – geschützt. Leider kam die Entscheidung für viele unserer Wölfe (einschließlich 06) zu spät. Aber so sind sie wenigstens nicht umsonst gestorben.

Ich werde oft gefragt, was wir gegen das Töten tun können. Protestbriefe und Androhungen von Tourismusboykott wurden stets mit Formbriefen und beleidigenden Kommentaren beantwortet, von denen „Germans go home“ noch zivil war. Die einzige (legale) Waffe gegen die Wolfsgegner ist das rechtliche Verfahren und der Klageweg. Leider dauert dieser Weg sehr lange, sein Ausgang ist ungewiss, und zu viele Wölfe müssten unterdessen sterben. Dennoch hat Earthjustice einen großartigen Kampf gekämpft – der noch lange nicht zu Ende ist.


Bevor wir uns zu früh freuen: Die Wolfsjagd in MONTANA geht weiter. Sie hat gerade erst begonnen. Nördlich von Yellowstone ist eine Quote von 6 Wölfen erlaubt. Der erste Wolf ist bereits bei der Bogenjagd erschossen worden.

Diese Wölfe können erst einmal aufatmen - sofern sie nicht nach Montana wandern:
Der Nachwuchs der Juctions (1. Foto) und die Gruppe von 911M (2. Foto).
(Alle Fotos Copyright Doug McLaughlin)



19. September 2014

Kommentar-Regeln

Leider hat es sich in letzter Zeit eingebügert, dass immer wieder anonyme Kommentare zu den einzelnen Postings abgegeben werden.
Ich freue mich über jeden Kommentar - auch über Kritik. Da ich jedoch der Überzeugung bin, dass man auch im Netz die menschlichen Regeln der Höflichkeit anwenden sollte, erwarte ich, dass jeder, der etwas zu sagen hat und einen Kommentar abgibt, diesen auch mit seinem Namen unterschreibt und die Netikette beachtet.
Anonyme Kommentare werden daher grundsätzlich gelöscht.

10. September 2014

Immer mehr Verbote von touristisch genutzten Kameradrohnen in Nationalparks

Ein deutscher Tourist steht demnächst wegen einer abgestürzter Drohne im Yellowstone Nationalpark im Norden der USA vor Gericht. Der in Zeitungen mit vollem Namen genannte Mann aus Königswinter erhielt gleich vier Anzeigen, darunter die Missachtung eines Aufstiegsverbotes für privat genutzte fliegende Kameras. Zu den Anschuldigungen gehört das Nichtbeaufsichtigen von Eigentum und die Falschaussage. Jedes der Vergehen kann mit bis zu sechs Monaten Gefängnis geahndet werden.
Mehr ...

Sorry, aber da kann ich nur sagen: Richtig so! Diese Dinger sind ein großer Stressfaktor für die Tiere - und auch für die Ruhe liebenden Touristen. Was dabei herauskommen kann, sieht man hier, wo der "boy" den Idioten angreift. Was bleibt beim Beobachter ist ein fettes Grinsen ...



9. September 2014

Yellowstone: Neue Doku über Lamar Leitwolf 755M

Dieser Film erzählt die  Geschichte vom Lamar Leitwolf  755M, dessen Partnerin 06F einst die berühmteste  Wölfin in Yellowstone war, bevor sie an der Parkgrenze erschossen wurde.
Ein wunderschöner Film von dem jungen Filmstudenten Justin Myhre.


5. September 2014

Yellowstone: Neue Bison-Doku "Silencing the Thunder"

Der unabhängige Tierfilmer Eddie Roqueta hat einen unglaublichen, 26 Minuten langen Film über den Krieg gegen Amerikas letzte wilde Bisonherde gedreht. Eddie hat sich bemüht, die ganze Vielfalt von Standpunkten darzustellen und viel Zeit mit den Yellowstone Bisons verbracht. Er war mit der Buffalo Field Campaign unterwegs und hat Regierungsbeamte und Rancher interviewt.
Für mich als Bisonfan ist es ein sehr emotionaler Film.
Bitte teilt diesen Film mit euren Freunden und den sozialen Netzwerken.


Silencing the Thunder from Forest Clay Productions on Vimeo.