29. Januar 2016

Fotowettbewerb der National Wildlife Federation. Siegerfoto kommt aus Yellowstone

Minus 24 Grad in Yellowstones Hayden Valley. Um Kraft zu sparen ziehen die Bisons in hintereinander durch den Schnee, die Leitkuh an der Spitze. Das Foto wurde Anfang Februar letzen Jahres am späten Nachmittag aufgenommen.
Die Fotografin Cindy Goeddel hat damit den ersten Platz im 45. Fotowettbewerb der National Wildlife Federation gewonnen.
Wir gratulieren, Cindy!

 



28. Januar 2016

Yellowstone: 900 Bisons sollen sterben. Park soll während des Tötens für die Öffentlichkeit geschlossen werden.

Ab dem 15. Februar sollen im Yellowstone Park wieder bis zu 900 Bisons eingefangen und getötet werden. Während dieser Aktion will der Park Service die Öffentlichkeit am Betreten des Nationalparks hindern.
In den letzten Jahren wurde immer wieder über extrem brutale Methoden beim alljährlichen Einfangen der Bisons berichtet. Das Hauptgehege, in dem die Tiere bis zum Abtransport zum Schlachthof aufbewahrt werden, ist die berüchtigte Stephens Creek Capture Faciliy bei Gardiner. Sie liegt komplett im Nationalpark. Bisher gelang es den Freiwilligen der Buffalo Field Campaign (BFC) stets, Aufnahmen und Videos von brutalen Misshandlungen der Bisons zu machen. Der Park Service will diesmal verhindern, dass die Öffentlichkeit davon erfährt und schließt darum den Zugang zum Park. Er bietet eigene Fotos und Videos vom Einfangen an und drei geführte Touren in die Gehege, einschließlich einer Tour in das noch leere Gehege (siehe Foto unten). Ansonsten darf die Öffentlichkeit während dieser Szenen ihren eigenen Nationalpark, für den sie Steuergelder zahlt, nicht betreten.
Eine Koalition von Anwälten und Rechtsprofessoren hat Klage wegen Verstoßes gegen die Verfassung eingereicht. 
 Mehr hier ... 

Ein Freiwilliger der BFC beobachtet mit dem Spektiv die Stephens Creek Facility im Hintergrund.

 
In diese Gehege werden die Bisons vor ihrem Abtransport zum Schlachthof gebracht. Jeder aknn sich vorstellen, welche Panik die Tiere haben, die bisher nur Freiheit kannten.
 

19. Januar 2016

Kalt ... kälter ... Yellowstone

Heute hörte ich, wie in der Stadt jemand sagte: "Brrrr, ist das vielleicht kalt!"
Kalt? Wenn der wüsste, was wirklich kalt ist. Obwohl - ich gebe zu, feuchte -5° in Deutschland fühlen sich fast so kalt an wie trockene -20° in Montana.
Meine kälteste Temperatur? Da ist sie (im Winter 2014).

Kalt in Yellowstone ist ...

... wenn das Thermometer auf -46° sinkt (übrigens - bei dieser Temperatur sind Celsius und Fahrenheit gleich) ...



... wenn Carols Wimpern einfrieren ...



... und Christine in ihrem Outfit keine Bank betreten darf ...



... wenn die harten Jungs ihre Innenschuhwärmer einschalten.



Aber es ist auch die Zeit, in der ...

... Mammoth Hot Springs ins Zauberland entführt ...



... die Bisons sich einen Schneemantel umlegen ...



... die Wölfe ich in der Paarungszeit mit heißem Werben die Zeit vertreiben ...


... und ich mich ins "Tal der Wölfe" sehne ...



7. Januar 2016

Suchbild

Schlafende Mollies. Zeit zum Schäfchen-Zählen ... äh ... Wölfe.


Und dann endlich wach ...

Auch die  Junctions sind munter. (907F und 970F)

911M und Schnösel
Alle Fotos Doug McLaughlin

31. Dezember 2015

Happy 2016 aus Yellowstone

"Little T" von den Lamars wünscht allen Freunden der Yellowstone-Wölfe ein gutes neues Jahr. Ich natürlich auch. :-)
 
(Foto: Doug McLaughlin)


27. Dezember 2015

Yellowstone: Gute Nachrichten für Wölfe und Bisons

Das neue Jahr bringt gute Nachrichten für Wölfe und Bisons. Viel zu lange haben wir darauf warten müssen. Jetzt endlich gibt es Hoffnung.
© Elli H. Radinger

 
Foto © Doug McLaughlin

Wölfe
Im Dezember 2012 berichtete ich vom Tod der wohl berühmtesten Wölfin von Yellowstone: 832F, ehemals „06 Female“ und in einem National Geographic Film von Bob Landis als „She Wolf“ bezeichnet. Sie war einer der ersten Wölfe, die in Wyoming erschossen wurden, nachdem der U.S. Fish & Wildlife Service (FWS) den Artenschutz für die Tiere aufgehoben und das Management im Herbst an die einzelnen Bundesstaaten übergeben hatte.
832F wurde insbesondere berühmt für ihre Fähigkeit, alleine große Wapitihirsche zu jagen. In einem meiner Bücher habe ich geschrieben, wie die Wölfin einen großen Hirsch in einem reißenden Fluss – schwimmend – erlegte. Ihr Foto ist auf meinem e-Book Cover von „Yellowstone Live Februar 2013“ zu sehen und auf dem Cover meines Buches „Wolfsangriffe – Fakt oder Fiktion?“. Ich werde in einem meiner nächsten Yellowstone-Bücher ein Kapitel über diese Lieblingswölfin von mir schreiben.
Die Entscheidung des FWS, den Artenschutz aufzuheben war äußerst umstritten, und der Tod dieser berühmten Wölfin führte zu einem Sturm der Entrüstung und zu einer scharfen Kritik des FWS – insbesondere auch hinsichtlich der Pläne von Wyomings Wolfsmanagement. Ein neues Gesetz sollte es erlauben, Wölfe unbegrenzt jederzeit und mit allen Mitteln auf 85 Prozent der Fläche Wyomings zu töten.
Die Umweltschutzorganisation Earthjustice reichte daraufhin gegen den FWS Klage gegen die Entscheidung ein, das Wolfsmanagement einem Staat zu überlassen, der eine extreme Anti-Wolf-Geschichte hat. Im letzten Jahr entschied daraufhin ein Gericht zugunsten von Earthjustice und stellte die Wölfe wieder unter Schutz.
In der letzten Woche jedoch stand das Schicksal der Wölfe von Wyoming und drei anderen Bundesstaaten in der Western Great Lakes Region erneut auf der Kippe. Anfang des Jahres hatten mehrere Anti-Wolf-Kongressmitglieder einen Gesetzentwurf in den Kongress eingebracht, der nicht nur die Wölfe (und andere geschützte Tierarten) wieder vom Artenschutz ausgenommen hätte, sondern auch jede weitere gerichtliche Entscheidung dazu unmöglich gemacht hätte. Wenn sie damit durchgekommen wären, wäre die geplante ungebremste Jagd auf Wölfe wieder erlaubt worden und Wyoming hätte mit seiner Praxis der Wolfstötung fortfahren können, die die Tiere schon einmal fast ausgelöscht hätte.
Am Ende haben die Wölfe gesiegt. Bei den Gesetzesentwürfen, die Präsident Obama unterzeichnete, wurden nicht nur die Pläne Wyomings zur Wolfsjagd, sondern auch für weitere zwölf Anti-Artenschutzpläne und Anti-Umweltschutzpläne ausgenommen.
Diese Entscheidung ist besonders den Zehntausenden Menschen zu verdanken, die gegen die Pläne protestiert haben. 25 Senatoren und 92 Kongressmitgliedern haben dem Präsidenten Briefe geschrieben und ihn gebeten, alles abzulehnen, das den Artenschutz unterläuft.
Ihnen allen ist es zu verdanken, dass der nächste Wolf, der außerhalb geschützter Gebiete durch Wyoming streift, nicht erschossen wird. So hat das Opfer von „06“ am Ende ihre Artgenossen gerettet.

 
Foto © Elli Radinger

Bisons
Vor wenigen Tagen hat der Gouverneur von Montana, Steve Bullock, eine Entscheidung unterschrieben, die das Horse Butte Gebiet in Montana als ganzjähriges Schutzgebiet für Bisons ausweist.
Achtzehn Jahre lang haben die Bisonschützer der Buffalo Field Campaign (BFC) für diesen Moment gekämpft – vor Gericht, in der Politik und persönlich durch ihre ständige Anwesenheit als „Bisonengel“ im Feld. Ihre Hartnäckigkeit hat sich ausgezahlt und wir gratulieren ihnen dafür.
Außerdem erhalten nun Bisonbullen – nur die Bullen – ganzjährigen Schutz im Gardiner Basin.
Aber damit ist die Arbeit noch lange nicht getan. Denn die Entscheidung des Gouverneurs enthält viele Fallstricke: Während des Winters dürfen etwa 450 Bisons im Horse Butte Gebiet leben, im Frühjahr 600. Aber ab Juli dürfen nur noch 250 Bisons bleiben. Nach diesem Zeitpunkt werden die Tiere wieder zurückgejagt. Nicht in den Schutz einbezogen sind auch die Gebiete südlich des Madison Rivers, ein bevorzugtes Gebiet für die Bisonherden, um ihre Kälber zu bekommen. Auch im Gardiner Basin werden die Bisonkühe weiterhin ab Mitte Frühling wieder nach Yellowstone zurückgetrieben werden.
Das Ziel der BFC ist ein ganzjähriger Schutz für alle Bisons (Bullen, Kühe und Kälber). Es liegt noch ein langer Weg vor den sanften Riesen und ihren Beschützern.
Bitte unterstützen Sie die Buffalo Field Campaign mit einer Spende.

25. Dezember 2015

Frohe Weihnachten aus Yellowstone

Frohe Weihnachten wünschen die Juction-Wölfe und alle anderen Vier- und Zweibeiner von Yellowstone. (Fotos: Doug McLaughlin)